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1. Was ist Hypnose?
Jeder von uns war schon in Hypnose. Denn
tagtäglich verleben wir immer wieder mehr oder weniger kurze Zeitspannen
in einer leichten Trance. Wir hängen Tagträumen nach, starren Löcher in
die Luft. Verrichten Arbeiten, ohne uns danach bewusst zu sein, was wir
gerade getan haben. Wir registrieren nach einer Autofahrt erstaunt, dass
wir am Ziel angekommen sind, ohne zu wissen, wie wir eigentlich dorthin
gelangt sind. All diese Phänomene und noch eine Menge mehr, fallen in den
Bereich "hypnoider", also leicht hypnotischer Zustände. In Hypnose werden solche Trance-Phasen gezielt herbeigeführt,
vertieft und dazu benutzt, verschiedene Probleme zu lösen und Störungen zu
beheben.
2. Wie funktioniert Hypnose?
In eine Trance zu gehen und wieder aus ihr
herauszukommen ist ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem Ihr Wille,
etwas zu tun oder nicht zu tun, in keiner Weise eingeschränkt werden kann.
Genau wie beim Autogenen Training wird in der Hypnose das Unterbewusstsein
angesprochen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Unterbewusstsein
70 % aller Lebensvorgänge jedes Menschen steuert. Nur 30 % werden durch
den Willen beeinflusst.
Das Unterbewusstsein in jedem Menschen hat das Bestreben, sein
Wunschdenken zu verwirklichen. Die Hypnose trägt dazu bei, Ihr
Unterbewusstsein als Partner zu gewinnen und es -ähnlich einem Computer-
mit positiven Suggestionen zu programmieren, die dann immer für sie
abrufbereit sind und ihr Verhalten automatisch steuern.
3. Hypnose - Vorurteile und Fakten
Die Magie der Hypnose
Nach wie vor wird Hypnose nur zu oft als etwas Esoterisches, Magisches,
zuweilen sogar Gefährliches betrachtet, von dem man im letzten Fall
logischerweise am besten die Finger lässt. Andererseits besteht –
vielleicht gerade weil sie so schwer einzuordnen ist – auch ein reges
Interesse an ihr.
Hypnose weckt Ängste. Angst davor, dass wir auf einmal jemandem
ausgeliefert sein könnten, der uns kontrolliert und uns seinen Willen
aufzwingt. Furcht vor einem Zustand, in dem wir alles tun und erzählen,
was von uns verlangt wird.
Die moderne Hypnosetherapie ist leider mit zahlreichen Vorurteilen
behaftet. Obwohl sie, seriös angewendet, enormen Nutzen bringen und große
Wirkung entfalten kann. Bei einigen sträuben sich bereits die Nackenhaare,
wenn sie bloß das Wort "Hypnose" hören. Kein Wunder eigentlich.
Schließlich basiert das "Wissen" über Hypnose nur zu oft auf Bühnen-Shows,
die man gesehen, oder von denen man gehört hat. Auf zwielichtigen Filmen,
in denen ein Finsterling Unschuldige in seine hypnotische Gewalt bannt.
Auf Schreckensmeldungen aus der Sensationspresse. Oder auf weitere, eher
fragwürdige Quellen.
4. Wie hilft die Hypnose bei der Rauchentwöhnung?
Die Hypnose verringert das Verlangen nach
Zigaretten und lindert die Entzugserscheinungen, z.B.
Schweißausbrüche, Nervosität, Verstopfung, größeren Appetit.
5. So funktioniert es!
Der Hypnotiseur versetzt den Klienten in Tiefenentspannung
(Trance). In diesem Zustand werden vereinbarte Suggestionen und
Anweisungen vermittelt, die auch im Wachzustand weiter wirksam sind. In
der Regel ist das Rauchfrei-Seminar von 2 Stunden Dauer ausreichend, um eine langfristige Verhaltensänderung zu programmieren. Positive Nebenwirkungen: Der Körper
produziert weniger Stresshormone, Angst, Panik und Schmerzen werden
gedämpft.
6. Für wen ist Hypnose geeignet?
Grundsätzlich kann sich jeder hypnotisieren lassen,
Kreislauflabile sollten vorher einen Arzt befragen. Eine positive
Einstellung gegenüber der Methode ist günstig.
7. Erfolgsaussichten?
Studien haben gezeigt, dass Hypnose ein in der
Raucherentwöhnung ein sehr
erfolgreiches Verfahren darstellt: 90% der Behandelten*
hören mit dem Rauchen auf, während Selbstversuche im Alleingang nur bei
3% - 15% zum Erfolg führen.
* (gemessen an den Seminar-Wiederholern)
8. Klappt das Aufhören wie von
allein?
Nein, Hypnose ist kein
Wundermittel. Nikotin macht stärker süchtig als Heroin oder
Alkohol, weil es (anders als diese Stoffe) Zellen in den
Gehirnteilen beeinflusst. Um die Sucht zu beenden, ist der starke
Wunsch und eine ausreichende Motivation notwendig, dann kann der
Mensch sein Ziel mit Hypnose viel besser erreichen.
9. Was kann ich sonst noch tun?
Fürs Aufhören ein Datum
festlegen. Stress vermeiden: Alle Rauchutensilien aus der Umgebung
verbannen. Stress durch Sport abbauen. Dass Sie im
Schnitt 2 Kilo zunehmen, ist normal (Stoffwechsel-Umstellung),
pendelt sich spätestens nach 1 Jahr wieder ein. Viel bewegen,
kalorienarm essen. Bei Appetit zwischendurch Kaugummi kauen, an Obst
oder Möhren knabbern. Wasser oder Tee bereit stellen: Um den Mund
zu befeuchten und das Ausschwemmen der Gifte zu fördern.
Kommt Hypnose für mich in
Frage?
Grundsätzlich ist jeder für Hypnose
geeignet. Leichter gelingt sie bei Menschen mit viel Phantasie und
bildlicher Vorstellungskraft.
Welche Menschen eignen sich für die
Hypnose?
Es ist nicht leicht, den Trancezustand zu
erreichen. Zehn Prozent der Klienten gelingt es gar nicht, etwa 70
Prozent brauchen einige Übung - und nur 20 Prozent sind
"Naturtalente", die sofort auf Hypnose reagieren.
Wann stellen sich Erfolge ein?
Erfolge können bei Hypnose ganz schnell
eintreten, bereits nach einer Sitzung. Manchmal sind einige
zusätzliche Sitzungen erforderlich. Das Hypno-Raucherentwöhnungs-Seminar
von zwei Stunden Dauer stellt bei der Raucherentwöhnung eine
gute Grundlage dar, um ein Ziel, die Abstinenz von der Zigarette,
sicherer zu erreichen.
Warum hat Hypnose bei vielen einen unangenehmen
Beigeschmack?
Der Klient muss großes Vertrauen haben können.
Und das ist angeschlagen, weil wir nicht immer Gutes hören. In
Show-Hypnosen wurden Menschen in Trance an der Nase herumgeführt
und bloßgestellt. Oder Sie erlitten seelische und körperliche
Störungen (Angstzustände, Kreislaufzusammenbrüche). Ein weiteres
Problem: Man fürchtet sich davor, alles von sich preisgeben zu
müssen, sich völlig auszuliefern. Diese Vorstellung ist einigen
Menschen nicht geheuer. Skeptiker befürchten, die Kontrolle über
sich abgeben zu müssen.
Oftmals reagieren Klientinnen und Klienten, die das erste Mal in
Hypnose waren, ziemlich erstaunt: "Bin ich wirklich hypnotisiert
gewesen? Ich habe ja alles rund herum mitbekommen. Ich hätte
jederzeit aufstehen und gehen können." usw. Diese Reaktionen zeigen,
dass der hypnotische Zustand alles andere als eine Entrückung
darstellt. Man hat jederzeit die volle Kontrolle über sich. Klar,
wenn der Zustand als sehr angenehm empfunden wird – was meist der
Fall ist – kann es schon mal sein, dass man ein wenig "entschwebt".
Genauso, wie das bei Tagträumen vorkommt. Doch wird niemand Dinge
ausplaudern, die man nicht ausplaudern will. Es wird niemand sich in
einer Art bloßstellen, die er nicht selbst verantworten kann. Es
kann niemand zu einem Mord gezwungen und niemand sexuell hörig
gemacht werden.
Willensschwäche als Voraussetzung zur Hypnose
Oft hört man die Aussage: "Mich kann man nicht hypnotisieren, dafür habe
ich einen zu starken Willen". Die Fähigkeit, sich hypnotisieren zu lassen,
wird folglich gleichgesetzt mit Willensschwäche.
Nun, es ist genau der starke Wille, der eine Person dazu befähigen kann,
erstklassig hypnotisierbar zu sein. Für die Behandlung heißt dies: Wer mit
dem Hypnotiseur am gleichen Strick zieht, kann relativ schnell positive
Resultate erzielen.
Ängste sind unbegründet!
"Man tut unter Hypnose nichts, was man nicht
auch im Wachzustand täte. Es ist nicht möglich, jemandem etwas
gegen seinen Willen aufzuzwingen". Außerdem ist es gar nicht
wünschenswert, das Bewusstsein auszuschalten. Der Klient soll sich
daran erinnern, was er in Trance erfährt, um es im Wachzustand
umzusetzen.
Und wenn den Hypnotiseur während der Hypnose der Schlag trifft?
Wer hypnotisiert wird, kommt auf jeden Fall wieder
zurück – mit oder ohne Unterstützung des Hypnotiseurs. Im "schlimmsten"
Fall geht die Hypnose in Schlaf über, aus dem man nach einiger Zeit
erfrischt und munter wieder ganz normal erwacht.
Hypno-Sitzungs-Kosten?
Die Kosten der Hypnose-Sitzung muss der Klient
meist selbst tragen. Man kann jedoch zuvor bei seiner Krankenkasse
nachfragen.
Zusammenfassend
kann gesagt werden, dass niemand gegen seinen Willen hypnotisiert
werden kann. Und dass unter Hypnose nichts getan wird, was man sonst
nicht auch tun würde.
Angst vor Hypnose ist unbegründet. Im
Gegenteil: Durch seriöse Hypnoseberater ausgeführte Hypnosen stellen
eine hochwirksame Möglichkeit zur Beseitigung oder Linderung der
verschiedensten Störungen dar. |